cultur-tupfer - Kultur im Krankenhaus

Ehrungen

Lippische Landeszeitung, 16. Januar 2017
GroßeEhre

Lippischer Ehrenring in Silber 2012

Lippe aktuell, 05. Dezember 2012

Uneigennütziger Einsatz für die Gesellschaft

Landrat Friedel Heuwinkel zeichnet ehrenamtliche Helfer mit dem “Ehrenring” aus

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Det­mol­d/­Kreis Lip­pe. Für her­aus­ra­gen­des eh­ren­amt­li­ches En­ga­ge­ment im Kreis Lippe hat Land­rat Frie­del Heu­win­kel jetzt in ei­ner fei­er­li­chen Ver­an­stal­tung im Lan­des­thea­ter Det­mold be­reits zum vier­ten Mal den Lip­pi­schen Eh­ren­ring ver­lie­hen. “Wer eh­ren­amt­lich tätig ist, leis­tet viel für die Ge­sell­schaft”, hob Heu­win­kel in sei­ner Lau­da­tio her­vor. “­Mit dem Lip­pi­schen Eh­ren­ring möchte ich die­sem En­ga­ge­ment be­son­dere An­er­ken­nung ver­lei­hen und großar­tige eh­ren­amt­li­che Leis­tun­gen öf­fent­lich wür­di­gen.”

Den Eh­ren­ring in Gold er­hielt Thors­ten Meier aus Det­mold. Meier hat be­reits mit elf Jah­ren be­gon­nen, sich als Jung­hel­fer im Tech­ni­schen Hilfs­werk (THW) zu en­ga­gie­ren. “­Sie ha­ben sich ü­ber die Jahre in un­zäh­li­gen Einsät­zen und Lehr­gän­gen qua­li­fi­ziert und sind heute THW-Ein­satz­lei­ter für in­ter­na­tio­nale Einsät­ze”, be­dankte sich der Land­rat bei dem 41-Jäh­ri­gen. “­Sie ha­ben in vie­len Län­dern bei Einsät­zen zur Hoch­was­ser­bekämp­fung mit­ge­ar­bei­tet und er­for­der­li­che Hilfs­maß­nah­men ein­ge­lei­tet.” Thors­ten Meier war von 1988 bis 1992 Ju­gend­be­treu­er, von 1992 bis 1994 Grup­pen­füh­rer, von 1995 bis 2003 Zug­füh­rer und von 2003 bis 2008 Orts­be­auf­trag­ter im Orts­ver­band Det­mold des THW. Seit 1997 nimmt er re­gel­mäßig an Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men für in­ter­na­tio­nale Einsätze teil und ist seit 2006 EU-Liai­son Of­fi­cer, seit 2008 EU-As­ses­ment-Ex­perte und seit 2009 Team Lea­der HCP (Ein­satz­lei­ter des THW-EU-Mo­duls für Hoch­leis­tungs­pum­pen).

Für seine Ar­beit im Kli­ni­kum Lippe zeich­nete der Land­rat den Kul­tur­ver­ein “­cul­tur-tup­fer” aus Det­mold mit dem Lip­pi­schen Eh­ren­ring in Sil­ber aus. Der Ver­ein trägt mit sei­nen viel­sei­ti­gen und bun­ten Ver­an­stal­tun­gen zur Ge­sun­dung der Pa­ti­en­ten bei und sorgt mit sei­nem En­ga­ge­ment für Oa­sen der Ruhe in der Hek­tik des Kli­ni­kall­tags.

Je­den Mo­nat or­ga­ni­sie­ren die “­cul­tur-tup­fer” eine große Kunst­aus­stel­lung im Kli­nik-Foy­er. Da­ne­ben gibt es als “Flur­kul­tur” bis zu 19 pa­ti­en­ten­nahe Aus­stel­lun­gen auf den Sta­tio­nen gleich­zei­tig. Der Ver­ein ver­an­stal­tet re­gel­mäßig Kon­zerte im Kli­ni­kum, je­den Sonn­tag la­den die “­SonnT­ak­te” an neun Spielor­ten pa­ti­en­ten­nah vor den Sta­tio­nen mit klei­nen Kon­zer­ten zu Mu­sik zum Ent­span­nen ein. Die fi­nan­zi­ell schwie­rigste Auf­gabe der “­cul­tur-tup­fer” sind die Dr. Clown Vi­si­ten: “­Seit 2003 be­su­chen je­den Don­ners­tag zwei Kli­nik­clowns die klei­nen Pa­ti­en­ten der Kin­der­kli­nik und hel­fen durch La­chen, schnell wie­der ge­sund zu wer­den”, hob Heu­win­kel her­vor­.

Als Mit­glied des Po­li­zei-Sport-Ver­eins Det­mold er­hielt Immo Her­den aus Lage den Lip­pi­schen Eh­ren­ring in Sil­ber. Seit 1967 ist Her­den Lei­ter der Leicht­ath­le­ti­k­ab­tei­lung und Trai­ner im PSV Det­mold, seit 1980 ist er Haupt­ge­schäfts­füh­rer. “­Sie ha­ben ver­schie­dene Volks­läufe ins Le­ben ge­ru­fen, zahl­rei­che Aus­lands­fahr­ten or­ga­ni­siert und Part­ner­schaf­ten mit aus­län­di­schen Ver­ei­nen ge­grün­det”, lobte der Land­rat. “1990 ha­ben Sie be­gon­nen, ge­zielt ta­len­tierte Kin­der und Ju­gend­li­che in der Leicht­ath­le­tik zu för­dern, aber auch die Un­ter­stüt­zung des Brei­ten­sports war Ih­nen im­mer ein wich­ti­ges An­lie­gen”, so Heu­win­kel wei­ter. Immo Her­den war von 1969 bis 2011 Sport­wart im Vor­stand des Stadt­sport­ver­ban­des Det­mold und ist seit 2010 Sport­ab­zei­che­nob­mann. Beim Kreiss­port­bund ist er als Brei­ten­sport­wart im Kreis­leicht­ath­le­ti­kaus­schuss tätig. 2003 hat Her­den an der OGS der Bach­schule in Det­mold die erste Leicht­ath­le­tik-AG ge­grün­det und trai­niert die Kin­der bist heu­te.

Die Lip­pi­schen Eh­ren­ringe in Bronze gin­gen an Pe­tra Baehr aus Oer­ling­hau­sen für ihr En­ga­ge­ment für be­son­dere Im­pulse im Brei­ten­sport, die För­de­rung des Spit­zen­sports und die In­te­gra­tion von be­we­gungs­ar­men Grup­pen; an Burk­hard Fasse aus Lügde für sei­nen Ein­satz für das Bla­sor­che­s­ter der Stadt Lügde und den Ver­ein “Lügde Mar­ke­ting” und an Dora Schlos­ser aus Horn-Bad Mein­berg für die Al­pen­freunde Leo­pold­stal und er­folg­rei­che Se­nio­ren­ar­beit im länd­li­chen Raum­.

­Mit dem Son­der­preis “Ju­gend­li­ches En­ga­ge­ment” zum Lip­pi­schen Eh­ren­ring wurde Fa­bian Roll aus Horn-Bad Mein­berg aus­ge­zeich­net. Der 17-jäh­rige en­ga­giert sich eh­ren­amt­lich bei der Aus­ga­be­stelle der Det­mol­der Ta­fel in Bad Mein­berg, küm­mert sich in der evan­ge­li­schen Ju­gend­ar­beit um die Be­treu­ung der Kon­fir­man­den und ist als Schieds­rich­ter, Zeit­neh­mer, Schrift­füh­rer und Pres­se­wart im Vor­stand des HC Horn-Bad Mein­berg tätig. “­Sie zei­gen in ein­drucks­vol­ler Wei­se, dass eh­ren­amt­li­ches En­ga­ge­ment auch schon in jun­gen Jah­ren mög­lich ist und Ih­nen das Ge­fühl gibt, et­was für die Ge­mein­schaft zu tun” lobte Heu­win­kel den Ein­satz des Ab­itu­ri­en­ten.

Mu­si­ka­lisch be­glei­tet wurde die Ver­an­stal­tung von Mu­si­kern des Lan­des­thea­ters.

 

Ehrenamtspreis “DER DANK – Ehrensache Kultur” 2010

Grosse-Brockhoff verleiht kulturellen Ehrenamtspreis „DER DANK- Ehrensache Kultur“ des Landes Nordrhein-Westfalen / Erste Plätze gehen nach Essen, Detmold und Beckum

Die Staatskanzlei teilt mit:

Den kulturellen Ehrenamtspreis „DER DANK–Ehrensache Kultur“ hat Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff heute (26. Januar 2010) in der Bundeskunsthalle in Bonn zum zweiten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurde beispielhaftes Engagement für die Pflege, Erhaltung und Weiterentwicklung des kulturellen Lebens in Nordrhein-Westfalen. Der Preis wird in den Kategorien „Erhalten“, „Erleben“ und „Erfinden“ vergeben. Neu eingeführt wurde in diesem Jahr, dass jeder Nominierte ein Preisgeld gewinnt: Der erste Preis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert, der zweite Preis mit je 2.000 Euro und der dritte Preis mit 1.000 Euro. Der Staatssekretär sagte im Rahmen der Preisverleihung: „Nicht der Staat trägt die Kultur, sondern jeder Einzelne von uns. Der Staat kann sie nur fördern und die Rahmenbedingungen schaffen. Daher kommt dem Ehrenamt in der Kultur eine essentielle Bedeutung zu. Das gilt es durch diesen Preis zu betonen und auf diese Weise Dank zu sagen an alle, die sich in vorbildlicher Weise engagieren.“

Die Laudatoren Sabine Postel, Liz Baffoe, Rudolf Kowalski und Sissy Höfferer ehrten die Nominierten und wurden auf der Bühne von Gregor Meyle und dem Improvisationstheater „3 Kölsch ein Schuss“ mit Frontfrau Susanne Pätzold unterstützt. Durch den Abend führte ZDF-Moderatorin Nadine Krüger.

DIE GEWINNNER

KATEGORIE ERHALTEN

Heimat- und Geschichtsverein für Beckum und die Beckumer Berge e.V.
Dotierung: 5.000 Euro

Medienarchiv Frank Becker
Dotierung: 2.000 Euro

Bürgerstiftung Rohrmeisterei Schwerte
Dotierung: 1.000 Euro

KATEGORIE ERLEBEN

Schönebecker Jugend-Blasorchester Essen e.V.
Dotierung: 5.000 Euro

Kunstverein Siegen e.V.
Dotierung: 2.000 Euro

Quasi So – Das Theater der VHS
Dotierung: 1.000 Euro

KATEGORIE ERFINDEN

Cultur-Tupfer e.V. Detmold
Dotierung: 5.000 Euro

Kulturverein Alte Brennerei Schwake e.V.
Dotierung: 2.000 Euro

Friedrich-Hundt-Gesellschaft e.V.
Dotierung: 1.000 Euro

DIE JURY

Leitung: Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff

  • Dr. Gert Schönfeld (ehemaliger Kulturdezernent beim Landschaftsverband Rheinland)
  • Christiane Underberg (Mitinhaberin Underberg AG)
  • Franz-Josef Kniola (Ehrenvorsitzender des Fördervereins NRW-Stiftung)
  • Professor Dr. Karl Teppe (ehemaliger Landesrat für Kultur des Landschaftsverband Westfalen-Lippe)
  • Dr. Jörg Twenhöven (ehem. Regierungspräsident Münster)
  • Michelle Scherka (Gewinnerin DER DANK 2008)
  • Barbara Elsässer (Gewinnerin DER DANK 2008)

DIE GEWINNER

KATEGORIE ERHALTEN
Heimat- und Geschichtsverein für Beckum und die Beckumer Berge e.V.
Der Verein tritt für die Erhaltung, Pflege und Verschönerung des landschaftsgebundenen Gesamtbildes ein. Auf dem Gebiet der Geschichte, Altertums-, Volks- und Heimatkunde will der Verein Sammel- und Forschungsarbeit leisten und das Wissen darüber in der Öffentlichkeit verbreiten, um das Interesse für die gesamte Heimatpflege in der Bevölkerung zu wecken. Durch sein vorbildliches, ehrenamtliches Engagement für den Denkmalschutz ist es dem Heimat- und Geschichtsverein Beckumer Berge e.V. gelungen, das „Dormitorium der ehemaligen Klosteranlage Blumenthal“ aus dem 15. Jahrhundert in Beckum vor dem Abriss zu bewahren, ihm eine neue Nutzung zu geben und für die Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

KATEGORIE ERLEBEN
Schönebecker Jugend-Blasorchester Essen e.V.
Seit 50 Jahren leistet das Jugend-Blasorchester mit der Förderung von musikalischen Talenten eine besonders gute, pädagogisch wertvolle und vorausschauende Vereinsarbeit. Zur Schönebecker Musikfamilie gehören die Blockflötengruppe, das Vorstufenorchester, das Nachwuchsorchester und das große Orchester. Ingesamt befinden sich derzeit über 100 junge Menschen zwischen 9 und 25 Jahren in der Ausbildung und Förderung durch ein eigenes Musiklehrerteam, das im Auftrag des Förderkreises tätig ist. Der Förderkreis hat derzeit 307 Mitglieder. Die 25 Frauen und Männer im Vorstand sind ehrenamtlich tätig. Das Orchester, dem 70 Mädchen und Jungen bis zum Alter von 25 Jahren angehören, errang internationale Preise und erhielt beim Bundesmusikfest die Höchstnote “ausgezeichnet”.  Das Jugendblasorchester widmet sich über die musikalische Schulung hinaus umfassend sozialen Zielsetzungen. Ob musikpädagogische Projektarbeit mit behinderten Menschen, Vernetzungen der musikalischen Aktivitäten im Stadtbezirk oder Aktionen rund um einen lebendigen internationalen Jugendaustausch: Unter dem Motto „Hast du Töne” besucht der Verein Kindergärten und Schulen, um Nachwuchstalente zu entdecken und zu fördern.

KATEGORIE ERFINDEN
Cultur-Tupfer e.V. Detmold
Unter der Überschrift „Kultur macht schneller gesund“ hat sich vor elf Jahren die ehrenamtliche Initiative „Cultur-Tupfer e.V.“ am Klinikum in Detmold gegründet. Der Verein hat in den vergangenen Jahren für das Klinikum Lippe in Detmold ein vielbeachtetes Kulturangebot für kranke Kinder und Erwachsene erarbeitet. Im Mittelpunkt steht das Engagement für kranke Kinder: Konzerte, Ausstellungen und Visiten mit den Dr. Clowns sind aus dem Klinkalltag nicht mehr wegzudenken. Die bisher mehr als 700 Veranstaltungen machen Patienten und Klinikpersonal Mut, sie lenken von Krankheit und Schmerz ab und verleihen Zuversicht.

Die Laudatoren und glückliche cultur-tupfer Mitglieder (Foto: M. Nass für Staastkanzlei NRW)

Die Laudatoren und glückliche cultur-tupfer Mitglieder (Foto: M. Nass für Staastkanzlei NRW)

vom 05.12.2012 | Ausgabe-Nr. 49A