cultur-tupfer - Kultur im Krankenhaus

Foyer-Ausstellungen

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“Grauschwarzweiß” und “Grün ist eine grünende Farbe”
Zwei Ausstellungen zusammengefasst.

Die Detmolder Künstlerin Viktoria Reitz zeigt vom 05. September 2017 bis 31. Oktober 2017 Werke zweier Ausstellungen (hauptsächlich in Öl).

Grauschwarzweiß
Es kündigt sich nicht an,
es schleicht sich auf leisen Sohlen an,
es ist nicht zu kanalisieren, nicht zu halten,
täglich machen die Tage weniger Anstalten,
Glanzfunken zu versprühen,
dessen ungewahr erfolgt kein Gegenbemühen
und die Zufriedenheit sinkt,
ein sturmgeplagtes Wrack, das dem Boden winkt.
Mit jedem Meter steigt des Lebens Farbverlust,
durchtränkt von verblichener Lust
findet es seinen Platz am Meeresgrund
und schaut sich an Grauschwarzweiß die Augen Wund,
bis jede Landschaft, jedes Gesicht,
die jemals traten in seine Sicht,
allmählich gerät in Vergessenheit,
schließlich gleicht einer irrealen Begebenheit.
Jeder einstige Streich des Windes,
jede Liebkosung des Sonnenkindes
ist dann am Verwesen
wie nie gespürt, nie gewesen.
Nach dem Warten auf eine Welle, auf ein Beben
folgt ein Stoß, ein kurzes Schweben,
dann ein Strahl Licht, ein Funken Lust
und aus der konservierten Krust
strömen Mosaike von Gefühltem und Gelebtem,
von Verdrängtem und Verschwebtem,
die sich sich zwar wieder verlieren,
doch das Warten auf die nächste Welle garnieren.

Grün ist eine grünende Farbe
In dir bin ich frei, in dir atme ich,
an dir gesunde ich,
du Immerwährendes,
sich jeden Schnees erwehrendes.
Du überdauerst mich
und deshalb glaube ich an dich,
denn du wirst weiter wachsen,
wenn ich längst aufgehört hab zu flachsen.
Auf einen grünen Zweig
komm ich wieder mit dir, ich verirr mich und neig
mich wieder hin zu dir,
bis du mich schier
kopfüber reißt in die Weichheit deiner Philosophie,
du explodierende Energie,
liebst die mußevolle Emsigkeit,
ruhevolle Feierlichkeit,
wie die Bäume blühen in ihrem vollsten Grün.
Was den Pflanzen ihr Chlorophyll bist du mir in Grün.

Arbeiten von Annegret Johannesmann, Lage Foyer 1.9.16 bis 31.10.16

„Ich fange mit einer Idee an und dann wird etwas ganz anderes daraus“
Picasso

Für mich ist das Experimentieren eine der wichtigsten Inspirationsquellen in der Malerei. Aufbauend auf meiner farbenprächtigen Malerei habe ich in einer Kombination mit Malerei, Collage und erdgeschichtlichen Malgründen eine eigenständige Ausdrucksform entwickelt. Sie finden bei mir einen kontinuierlichen Übergang von Malerei zu haptischen Oberflächen. Fundstücke, aufgesammelt in der Heimat oder auf vielen Reisen durch Europa, Asien und Afrika werden in einige Bilder eingearbeitet.

Von mir werden auch Materialien verwandt, die – obwohl sie im klassischen Sinn kunstfremd sind – inhaltlich und formal meinen bildnerischen Vorstellungen entsprechen.

Unterschiedliche Materialien werden auf Leinwand oder Holz kombiniert. Collageartig werden so Marmormehl, Champagner-Kreide als Farbe oder Form, Steinkreide, Zinn, Papiere und Naturmaterialien wie Bienenwachs, Pigmenten oder Acrylfarben miteinander verbunden. Lacke werden gespritzt oder Bitumen als Absprengtechnik mit Wasser vermalt.

Glatte Flächen kontrastiere ich auch mit aufgebrochenen, rauen Materialien aus selbsthergestellten Rost oder mit Sand. Cellulose wird mal grobkörnig oder glatt eingesetzt. In einigen der hier gezeigten Bilder habe ich auch Ton eingesetzt und mit Airbrushfarben weitergemalt.

Ich arbeite im Atelier, trete aber gern in den Dialog mit der Natur bzw. der Verwitterung in der Natur. Der Augenblick des Betrachtens wird zur Idee und zur Inspiration für meine Werke und spiegelt den Entstehungsprozess wieder. Nicht die Abbildung der Natur ist das Ziel, sondern die Transformation von Natur im Sinne einer individuellen Abstraktion. Die Spuren der Vergänglichkeit sind ein wesentliches Gestaltungselement meiner Bilder. Mit Stiften und selbst- hergestellten Acrylfarben – lasierend, deckend, mal mit Händen, Spachtel oder Pinsel aufgetragen – entstehen Linien und Formen, die teils figürlich, teils abstrakt sind.

In den Arbeiten spielt eine untergeordnete Rolle, ob sich aus einer Linie eine Form oder eine Fläche entwickelt oder ob sie im Abstrakten bleiben. Es geht mir darum, Bewegung, Dynamik und Lebendigkeit darzustellen.

Es entstehen tiefgründige, vielschichtige, lebendige Bilder, die spannende neue Ansätze bringen, welche ich auch gern als Dozentin in den Kursen in meiner KREATIVEN WERKSTATT in LAGE, Schötmarsche Str. 39, weitergebe.

ANNEGRET JOHANNESMANN
TELEFON: 05232 / 697413
0170 / 2330238

„Farbgewesel und Fotowandeleien“

Isabel Rust und die Irrlichter

Klinik-Foyer 30. April 2015 bis 30. Juni 2015, täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr

Eröffnung am Mittwoch 06. Januar 2016, 18:30 Uhr Klinik-Foyer

„Farbgewesel und Fotowandeleien“
Isabel Rust und die Irrlichter
Das Fotoprojekt „Wir Irrlichter“ zeigt, wie Inklusion ohne lange Reden, aber mit langem Atem funktioniert. Seit über 35 Jahren fotografiert die Gruppe behinderter und nichtbehinderter Menschen in erster Linie sich und die Anderen, die sich nicht zu schade sind, die verrückten und fantastischen Seiten des Lebens zu zeigen.
In dieser Ausstellung präsentiert erstmalig eine Einzelkünstlerin der Irrlichter, Isabel Rust, ihre Arbeiten. Mit ihrem besonderen Gespür für Farben bearbeitete sie ganze Serien von Fotografien aus vorherigen Projekten mit Pastellkreiden, verwandelte die Bilder in malerische Kunstwerke und verleiht ihnen außergewöhnliche Ausdrucksstärke

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Fotografien von Sabine Althof

Auf unserer Rundreise im Januar/Februar 2014 haben wir prächtige Tempel, beeindruckende Königspaläste und freudige Menschen erleben dürfen und den fernöstlichen Charme genossen. Nachdem wir 3 Tage das manchmal hektische Leben von Bangkok kennengelernt haben, ging es in den Norden, vorbei an Tempelruinen, einem Stausee und Bergdörfern bis zum goldenen Dreieck an den Grenzen zu Laos und Myanmar.

Ich habe immer schon gerne ferne Länder bereist und meine Eindrücke mit der Kamera festgehalten. Seit 2 Jahren habe ich angefangen, auch mal die Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen.

Ich hoffe, dass sich viele Menschen daran erfreuen werden.

MfG Sabine Althof

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“Bilderwelten”  Experimentelle Fotografie Hans-Jörg-Eichholz, Minden

Klinik-Foyer, 1.11.13 bis 30.11.13

Künstler: Hans-Joerg Deichholz
wohnhaft in Minden,
Web: www.newartvisonen.com
Mitglied bei Pegasus: www.pegasuskunst.de

Kunstform: New Art – Bildcomposing
Experimentelle Neu- & Umgestaltung von Digitalfotos mittels Collage- und Filtertechniken

„New Art“-Bildcomposing ist die Kunst digital aufgenommene Fotos am Computer so lange mit grafischen Elementen, Collagen und Filtern anzureichern, umzugestalten und zu bearbeiten, bis sich die ursprünglichen Formen auflösen und ein komplett neues Bild entsteht. Dabei werden durch Verwendung von zum Teil sich überlagernden farb- und strukturverändernden Filtern und Einstellungen die Basisaufnahmen zu neuen Bildinstallationen komponiert.
Die Bearbeitungsmöglichkeiten beruhen dabei auch immer auf der Licht- und Farbintensität, aber auch den Lichtspielen und Lichtreflexen des Ausgangsfotos

Im Focus dieser Ausstellung:

Es ist meine zehnte öffentliche Ausstellung innerhalb von fünf Jahren. Ich freue mich erstmals die Chance zu bekommen, meine Arbeiten im Kreis Lippe im Klinikum Lippe in Detmold präsentieren zu können. Der Titel der Ausstellung lautet „Bilderwelten“. Unter diesem Titel werde ich 27 Bildkompositionen aus den letzten drei Jahren zeigen. Die Symbiose von Körper und Kunst-Objekten verschiedenster Art., das Verschmelzen dieser so gegensätzlichen und doch so zusammengehörigen Strukturen von Körper und Kunst-Objekten steht handwerklich im Mittelpunkt der präsentierten Arbeiten von „Bilderwelten“. In harmonischer Vereinigung sind auf der einen Seite Kunstobjekte aus Glas, Stein oder Holz und auf der anderen Seite der weiche weibliche Körper in all seiner Faszination zu sehen.
Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Ausstellung liegt auf einer Serie von 13 zusammengehörigen Bildern. In diesen Bildern werden masonisch inspirierte Themenkomplexe in der Darstellungsform der Großen Arkana eines Tarots unter anderem zu den Themen Gewissen, Vernunft oder auch Verschwiegenheit dargestellt werden.

Zum Hintergrund:

Ich fotografiere seit 1999 und ausschließlich digital. Damals waren die digitale Fotografie und die Fototechnik erst am Beginn ihres heutigen Siegeszuges. Der Reiz der digitalen Fotografie bestand für mich schon immer darin, die Bilder sofort zur Verfügung zu haben und selbst bearbeiten zu können. Bei der Bearbeitung von Fotos mit Bildbearbeitungsprogrammen bin ich vor ein paar Jahren eher zufällig auf die Anwendungsmöglichkeiten von Farbfiltern gestoßen. Zunächst habe ich die sich dabei ergebenden Kreationen und Blickwinkel eher spielerisch genutzt. Seit 2007 setze ich entsprechende Filter zur digitalen Bildbearbeitung verschiedenster Bildbearbeitungsprogramme individuell verändert und zum Teil mehrfach überlagert ein, um neue Bildkompositionen zu gestalten. Seit der Zeit gehe ich gezielt los, um entsprechende Motive bei möglichst kontrastreichen Lichtverhältnissen zu fotografieren und mit Hilfe der digitalen Bildgestaltung in neue „Kunstbilder“ umzusetzen. Der Reiz dieser Prozesse liegt für mich darin, das Bild hinter dem offensichtlich wahrnehmbaren Bild oder auch die so nicht erfassbare Stimmung des Ursprungsbildes zu finden und mit Hilfe der digitalen Bildgestaltung sichtbar zu machen.

Seit nunmehr zwei Jahren arbeite ich überwiegend mit Collagetechniken und habe mich dem „Bildcomposing“ zugewandt. Durch das Arbeiten mit professionellen Fotobearbeitungsprogrammen haben sich mir zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet. So bin ich nicht mehr darauf beschränkt mit Filtern zu arbeiten, die auf das Bild als Ganzes wirken, sondern kann individuell auf einzelne Ebenstrukturen einwirken und diese anschließend neu miteinander generieren. Seit Ende des letzten Jahres habe ich mich zunehmend auch mit inhaltlichen Themen auseinandergesetzt und Begriffe wie Weisheit, Gedanken-verloren aber auch das Wirken von Mensch und Technik auf die Natur zu visualisieren versucht.

Auszüge aus Einführungsvorträgen:

„Wenn Geschichte in Bilder zerfällt, dann können uns Bilder von der Historie erzählen, aber auch von einer möglichen Zukunft. Zu einer solchen Reise im Zeitalter der Digitalisierung lädt uns nun Hans-Joerg Deichholz ein …
Eine unbändige Lust am Experiment zeichnet den Fotokünstler der Zukunft aus. Auch Deichholz gehört zu den Fotokünstlern einer neuen Generation, bei der die Grenzen von klassischer Fotografie und Digitalisierung verschwimmen.“

Angela Freimuth
Vizepräsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen und kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW 15.März 2012

„Hans-Joerg Deichholz hat digitale Bilder aufgenommen und sie am Computer mit verschiedenen Techniken und Verfahren bearbeitet. So hat er beispielsweise sich überlagernde Kunstfilter eingesetzt. Sein Ziel ist es, aus den gegebenen Wirklichkeiten eine neue Wirklichkeitsebene zu schaffen, sozusagen ein neues künstlerisches Leben, sprühend aus Licht und Farbe.
Oswald Spengler (auch in Soest zeitweise lebender Kulturphilosoph) drückte das so aus: „ Eine Kunst ist ein Organismus, kein System.“ Die Werke des Künstlers sind solche lebendigen Organismen, die durch einen Schaffensprozess erzeugt werden. …
Er will – so sehe ich es – die Ambivalenzen der subjektiven Wahrnehmung des Menschen aufzeigen. Welche Wirklichkeiten sehe ich als Betrachter? Gibt es überhaupt die Wirklichkeit? Insbesondere die virtuelle Computerwelt vermengt/verwischt Wahrnehmungen von Realität und schaffte neue irreale Welten. Ich kann mir eine schöne, aber auch zerstörerische Wirklichkeit schaffen. Es ist die Welt der „dreams“ und Visionen.“

Frau Schubert-Hartmann
Vorsitzende des Kunstvereins Kreis Soest 7. Dezember 2011

Ausstellungen:               

2009      „250 Jahre Schlacht bei Minden“
                Preußenmuseum Minden
2010      „Digitale Bildgestaltung – Glas-Stahl-Licht“
Rathaus Stadt Petershagen
2010      „Lichtreflexionen“
                Verein Stadtmarketing Espelkamp
2011      „Glas-Kunst-Visionen“
Schloss Möderndorf Hermagor
Agentur für Arbeit Herford
2011      „New Art“ – digitale Bildinstallationen im Focus
                Kreis Soest NRW – Kreishaus
2012      „Visionen von Glas-/Kunst & Körper“
Landtag NRW –März/ April 2012
2012      „Estonian Glass back home“
                Viljandi/ Estland Juni 2012
2012      „Körper-Kunst“
Rahden, Kreis Minden-Lübbecke – Stadtsparkasse Rahden
2013      „BodyArtDesigned”
Minden, Preußenmuseum

2013      Bilderwelten“,
Klinikum Lippe in Detmold

 

“beinahe zur Natur”

Ausstellung Amir Baghiri, Lemgo      Klinik-Foyer             01.01.2013 bis 31,01,2013

Der im Iran am Kaspischer Meer geborene Maler und Musiker Amir Baghiri sucht in seiner Kunst den Zugang und Kontakt zu uns Betrachtern und Zuhörern. Im Gegensatz zu vielen anderen persischen Künstlern thematisiert Baghiri in seinen Gemälden weder religiöse, philosophische oder ideologische Botschaften. Keine Symbole oder bedeutungsschwangere Chiffren und Embleme behindern die Unmittelbarkeit und Greifbarkeit seiner nonfigurativen Farblandschaften. Im doppelten Sinne begegnen uns seine „Farbklänge“ als kommunikatives und offenes Angebot für einen Dialog und eine Einladung zur gemeinschaftlichen Entdeckungsreise. Baghiri will berühren und sein Erleben während des Malaktes offenbaren und teilen. Seine Farbstimmungen sind sublim und oftmals von romantisch wirkenden Naturfragmenten bestimmt. Die Ästhetik dieses abstrakten Naturalismus’ kommt hier faszinierend zum Tragen. Komplex und geheimnisvoll begegnen uns die neben- und übereinander gelegten Farbschichtungen. Zum Teil arbeitet Baghiri mehrere Monate an einem Gemälde, gibt der Ölfarbe Zeit, um „zur Ruhe zu kommen“, um zu trocknen. So gewährt er im Sinne der Collage den diversen Malschichten einen eigenen Raum, eine autonome Bildtiefe. Sie verlieren sich nicht in Farbmischungen und bildinternen Verschränkungen, sondern folgen formal seiner mentalen Intention der Gegenüberstellung und Interaktion. Baghiri ist leidenschaftlich und offen, ohne sich aufzudrängen. Seine Kunst ist eine Anfrage, eine Option der gemeinsamen Korrespondenz. „Meine Kunst hat mir immer geholfen und hilft mir immer wieder, zu meinen ursprünglichen Gefühlen zurückzukehren – einem völlig natürlichen Traum, sich ein Stück davon zu verewigen und diesem näher zu treten. Ich will mit meiner Kunst eine Aussage machen: die Menschen finden kaum Zeit, um sich mit der Natur auseinanderzusetzen; gar sind sie isoliert von ihr. Ich möchte in ihnen einen Drang und ein Bedürfnis herbeiführen und sie mit meiner Kunst besinnen, um sich ab und zu mit dem Thema Natur und den simplen, ursprünglichen Tatsachen zu beschäftigen. Sie mögen in die Schönheit, Geheimnisse, Spannungen und Mächtigkeiten der Natur blicken, um sich für ein paar Augenblicke mit ihr identifizieren zu können. Diese Möglichkeit sich auszudrücken gibt mir ein Gefühl der Befreiung.“ Demnach kommt auch in Baghiris spirituell und emotional getragener Musik dieses Verständnis zum Vorschein. Der Musiker ist nicht offensiv, rückt sich nicht zwingend in den Vordergrund, sondern „bemalt“ akustisch den Hintergrund.

 

 

“Erde und Mensch”

Arbeiten von Rafika Mettendorff, Detmold

01.12.12 bis 31.12.12 Klinik-Foyer

“Farb – Räume”

Johann Georg Ludwig

Ausstellung Foyer KLinikum-Lippe_Detmold

01.11.2012  bis 10.12.2012

Der Verein “cultur-tupfer” organisiert seit vielen Jahren Konzerte und Ausstellungen,

um kranken Menschen im Klinikalltag eine Freude zu bereiten. Zu diesem Zweck  eröffnet der “cultur-tupfer” am 01. November 2012 die Ausstellung “Farbräume” des Malers Johann Georg Ludwig. Bis zum 30. November werden die 17 großformatigen Werke von Johann G. Ludwig im Foyer des Klinikum Detmold zu sehen sein. “In meinen abstrakten Bildern geht es mir sowohl um die Darstellung der Schönheit der Natur, die zum Nachspüren und Verweilen einladen soll, als auch darum – gleichwohl in abstrahierter Form –  zu zeigen, wie verletzlich die Natur und im übertragenden Sinne auch der Mensch oder menschliche Lebenswege sein können.”

In diesem Sinne unterstützt der gebürtige Rheinländer und seit 30 Jahren in Detmold lebende Künstler mit seiner Ausstellung die gemeinnützige Arbeit des cultur-tupfer e.V.  Mit dem Eintritt in den Ruhestand hat Johann Georg Ludwig die Malerei, die über die Jahre seiner Berufstätigkeit zurückstehen musste, wiederentdeckt und als persönliches Ausdrucksmittel neu belebt. Als Autodidakt eignete er sich die Techniken der Acrylmalerei an. Abstrakte Landschaften und experimentelle Farbkompositionen bestimmen seine in vorwiegend expressiven Farben gemalten Bilder. “Gedanken, Stimmungen oder zufällige Impulse steuern dabei den Malprozess und schaffen überraschende Farbräume,” erläutert Ludwig. Die Oberflächen seiner großformatigen Bilder wirken oft rau und aufgerissen. Furchen, Schraffuren und Kratzspuren durchkreuzen oder konturieren die Farbflächen. Trotz dieser Gebrochenheit dominieren die Farben und vermitteln den Eindruck eines harmonischen Ganzen. Thema und Form der einzelnen Bilder entwickeln sich aus dem Malprozess, bleiben für den Betrachter aber eher hintergründig deutbar. Die mehrschichtigen Bilder gleichen verschlungenen Lebenslinien, mit ihren Höhen und Tiefen, in ihrer Schönheit und Verletzlichkeit. Sie scheinen genau die geheimnisvollen Wege zu gehen, die auch das Leben geht.

 

Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf der Bilder kommt den Aktivitäten des cultur-tupfer e.V. zugute

 

 

 

“Orchideen und Stacheldraht”

Frank Horstmeier, Herford     Arbeiten in Acryl

Ausstellung im Foyer der Klinik.   Vom 01.10.2012 bis 31.10.2012

Midissage am Sonntag, 14.10. 2012, 10:30 Uhr, Foyer

Musik: Musikschule MusiKreAktiv, Detmold+Blomberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Über mich 

Schon als Kind und Jugendlicher habe ich gerne gezeichnet. Es handelte sich dabei meistens um Kohlezeichnungen.

Später entdeckte ich die Airbrushtechnik für mich. Es ergaben sich faszinierende Möglichkeiten der realistischen Darstellung von reellen Motiven, aber auch von Phantasieszenarien.

Im Laufe der Zeit kamen erste Erfahrungen und Experimente mit Tempera- und Gouachefa.rben hinzu. Meine heutigen Bilder male ich überwiegend mit Acrylfarben, bin aber allen Maltechniken treu geblieben und kombiniere gerne.

Meine Bilder entstehen immer aus dem Moment heraus. Glück, Wut, Trauer, Euphorie oder einfach der Spaß am Leben und der Malerei sind der Auslöser und die Antriebsfeder. Ich bringe dann mit Farben unmittelbar das Gefühl auf die Leinwand das mich in diesem Moment bewegt. Daher weiß ich bei einem abstrakten Bild vorher nicht wie es am Ende aussehen wird. Nur die Farben stehen bereits fest. Das so entstehende Bild nimmt dann die Spannungen und Energien auf, die mich in diesem Moment an die Staffelei zwingen.

Meine Bilder kann man nicht einfach konsumieren. Sie sind oft unangenehm, provokant  und mit vielen Details versehen die oft erst nach wiederholter Betrachtung erkannt werden.  Sie berühren auf angenehme oder auch unangenehme Weise. Aber genau das macht meine Bilder aus.  Ausstellungen:

  1. Ausstellung im Rahmen der Kulturnacht Herford 2011 in der großen Markthalle
  2. Vom 16.01.2012 bis 12.03.2012, Gemeinschaftsausstellung mit den Künstlern des Herforder Künstlerrings in den Räumen der CDU- Kreisgeschäftsstelle Herford
  3. Am 30.06.2012 im Elsbachhaus Herford im Rahmen von “Menschen begegnen Menschen”
  4. Am 22.09.2012 im Atelier Serewski in Herford während der Herforder Kulturnacht
  5. Vom 01.10.2012 bis 31.10.2012 Ausstellung im gesamten Foyer des Klinikums in Detmold 

Von Januar bis März 2011 nahm ich am Workshop “Freie Malerei” unter der Leitung von Lars Rosenbohm im MARTA-Atelier in Herford teil.
Im September 2011 habe ich den Herforder Künstlerring gegründet und mit einigen Künstlern dann zu Leben erweckt. Der Herforder Künstlerring versteht sich als Interessengemeinschaft Herforder Künstler bzw. Künstlern aus der Region. Mehr dazu z. B. zum Konzept, den Künstlern, den Ausstellungen usw. finden Sie auf unserer  Homepage .
Ab dem 02.04.2012 beginne ich berufsbegleitend ein Akademiestudium an der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften der FernUniversität Hagen in den Kursen “Einführung in die philosophische Ästhetik” und “Kunst und Reflexion”.
Ich freue mich, wenn meine Bilder gefallen, Emotionen auslösen oder beides gleichzeitig bewirken.

 

 

“Bilder”

Arbeiten in verschiedenen Techniken

Daniel Manfai, Lemgo

Ausstellung im Foyer der Klinik. 01.09. bis 30.09.2012

Mit Musik der Musikschule Otte, Detmold, wird am Sonntag, 30.09.12 um 10:30 Uhr die Finisage gefeiert.

Der 1985 geborene, autodidaktisch arbeitende junge Künstler arbeitet spontan und erschafft so Momentaufnahmen seiner jeweiligen Lebenssituationen.

Er träumt davon, irgendwann von seiner Kunst leben zu können

“Ich bin auf der Suche”: Das sagt der junge Lemgoer über sich selbst. Und das bezieht sich auch auf die Suche nach einer eigenen künstlerischen Handschrift.
“Auf der Kunst ein Leben aufbauen”, Daniel Manfai
Die Geschichte mit Daniel Manfai und dem Malen begann schon sehr früh. Als er vier Jahre alt war, unternahm er bereits erste Zeichenversuche mit Kohle – “und zwar annehmbare Bilder, nicht einfach so etwas Hingekritzeltes”. Das sagt einer, der es wissen muss: Daniels Vater Csaba Manfai hat einen Namen als Künstler in der Region.
Mit 14 Jahren gestaltete Daniel Manfai seine erste Ausstellung, und vor drei Jahren hat er begonnen, sich ernsthafter mit der Kunst auseinanderzusetzen. “Da war ich schon mal für einige Zeit an der Akademie für Kunst und kreative Lebensgestaltung in Lage, und da habe ich gesehen, dass es möglich ist, sich auf der Basis der Kunst ein Leben aufzubauen. Auch finanziell”, erzählt der 23-Jährige.

Barbara Lütgebrune, LZ

 

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